Test Engineer bei NXP Austria – Aber was macht NXP Austria eigentlich?
NXP ist ein internationales Unternehmen, das Mikrochips entwickelt – auch Halbleiter genannt. Mikrochips sind wie Mini-Computer und in unzähligen Gegenständen, die uns im Alltag begleiten, verbaut: vom Autoschlüssel übers Handy bis hin zur Bankomatkarte. Sie verarbeiten Befehle und steuern die Geräte. NXP Austria fokussiert sich dabei auf die Entwicklung innovativer Lösungen für sichere und vernetzte Systeme, etwa für die Automobilbranche oder das Internet der Dinge (also die vernetzte Welt aus intelligenten Geräten).
1. Was macht man als Test Engineer?
Als Test Engineer begleite ich den gesamten Entwicklungsprozess des Mikrochips von der frühen Entwicklungsphase bis zur Marktreife. Das heißt, ich wähle geeignete Messplattformen, entwickle produktspezifische Testhardware (sprich Komponenten zur Durchführung von Tests) und implementiere Testszenarien. Neben technischem Know-how ist bei meiner Arbeit die Zusammenarbeit mit anderen Fachbereichen entscheidend. Dieser Austausch stellt sicher, dass das Testprogramm zuverlässig ist und somit die Qualität der Chips unseren hohen Anforderungen entspricht.
2. Wie sieht ein typischer Arbeitstag für dich aus?
Mein Arbeitstag ist sehr abwechslungsreich und hängt stark vom Projektstatus ab. An manchen Tagen entwerfe ich zum Beispiel komplexe Leiterplatten für Testhardware, die den elektrischen Kontakt zwischen der Tester-Plattform und dem Mikrochip herstellen. An anderen Tagen arbeite ich im Labor und überprüfe Testabläufe direkt am Produkt. Dabei werden Datenblattparameter und Charakteristiken des Chips kontrolliert. Für präzise und stabile Ergebnisse optimiere ich dieses Testprogramm.
3. Welche Ausbildung braucht man als Test Engineer?
Ein technisches Studium, etwa in Elektrotechnik, Elektronik oder Computer Engineering, ist ideal, denn der Job erfordert Kenntnisse in Hardware, Software und Messtechnik. Neben den technischen Grundlagen sind zudem analytisches Denken und die Fähigkeit, Details zu erkennen, ohne den Blick für das große Ganze zu verlieren, wichtig. Diese Kombination erleichtert die Arbeit und macht den Beruf spannend, weil man ständig neue Herausforderungen meistert.
4. Was gefällt dir an deinem Beruf am meisten?
Die Vielfalt ist für mich das Beste am Beruf. Kein Tag ist wie der andere, und die Komplexität unserer Produkte bietet täglich neue Lernchancen. Man verlässt regelmäßig die eigene Komfortzone und entwickelt sich weiter. Außerdem macht die Zusammenarbeit mit Expert:innen aus verschiedenen Bereichen der Halbleiterentwicklung den Job besonders interessant. Der Austausch erweitert den Horizont und sorgt für eine dynamische und inspirierende Arbeitsumgebung, die nie langweilig wird.
Du möchtest noch mehr über spannende Berufe in der Elektrotechnik erfahren? Dann lies doch mal in unser Interview mit Christina Unterweißacher rein! Sie ist Netzplanerin für Versorgungsleitungen bei der Salzburg Netz GmbH und außerdem unser Girls! TECH UP-Role Model 2025.
Credits Titelbild: LET’S TECH