Produktoin des Air Smileys

Air Smiley | Wie die HTL Weiz für bessere Luft im Klassen­zimmer sorgt

Von LET’S TECH am 27.04.2021

Den Lockdown sinnvoll nutzen: Gesprochen wurde viel davon. Tatsächlich umgesetzt? Eher selten. Doch die HTL Weiz hat es getan. Und mit ihrem Air Smiley ein Gerät produziert, das den Alltag vieler Schülerinnen und Schüler ein wenig leichter macht. Hier erfährst du, wie es dazu kam – und wie so ein Air Smiley funktionieren kann.
Air Smiley von der HTL Weiz
So sieht der Air Smiley aus. | Credits: HTL Weiz

Der Air Smiley: Was ist das überhaupt?

Ein schwarzes Gehäuse mit Display und LED-Anzeige: So sieht der Air Smiley aus. Aber wofür kann man ihn nun nutzen?

Der Air Smiley ist ein Gerät, welches den CO2-Gehalt der Luft misst und mit Hilfe des LED-Ringes dann anzeigt, ob gelüftet werden sollte, bald gelüftet werden sollte oder ob die Luft gut ist,” erklärt Schulsprecher­stellvertreterin Theresa Meißl. Die Funktionsweise ähnelt also einem Ampelsystem: Über die Farben rot, gelb und grün zeigt der Air Smiley an, wie dringend eine Lüftung notwendig ist.

Wozu braucht man den Air Smiley?

Schlechte Luft im Klassenzimmer: Das war vor allem letzten Winter ein großes Thema. Denn obwohl sich Österreich großteils im Lockdown befand, wurden an Schulen noch viele Kinder betreut. So auch an der Sonder- und Volksschule Weiz. 

Für diese Schule entwickelten die Schüler*innen der HTL Weiz ihren Air Smiley. Er half – und hilft! – Lehrer*innen, den Überblick zu bewahren: Wann soll gelüftet werden? Und wie lange? Schließlich ist die kalte Winterluft auf Dauer auch nicht gerade angenehm. Dank Air Smiley aber weiß man gleich, wann man die Fenster wieder schließen kann.

Theresa Meißl von der HTL Weiz präsentiert den Air Smiley
Schulsprecher­stellvertreterin Theresa Meißl präsentiert den Air Smiley. | Credits: HTL Weiz

Woher weiß der Air Smiley, dass gelüftet werden soll?

Um diese Einschätzung abzugeben, misst der Air Smiley Luftfeuchtigkeit, CO2-Gehalt und Temperatur. All diese Werte werden am Display angezeigt. Gemeinsam bestimmen sie, wann die LED-Anzeige von Grün auf Gelb, von Gelb auf Rot wandert – und wieder zurück.

Wie wurde der Air Smiley konstruiert?

Was mir als Schulleiter besonders an diesem Projekt gefällt, ist dieses Zusammenarbeiten der unterschiedlichsten Werkstätten,” erzählt Dir. DI Gottfried Purkarthofer von der HTL Weiz. Der Air Smiley stammt nämlich nicht nur aus einem Arbeitsbereich. Vielmehr stellt er ein Zusammenspiel vieler verschiedener Gebiete dar – beginnend bei Maschinenbau über Elektrotechnik bis hin zur Softwareentwicklung, stets unter Einbindung der Fachtheorie.

In der Kunststoffverarbeitung wurden etwa “Laser und Bohrer verwendet, um das Gehäuse an unsere Ansprüche anzupassen,” so Florian Köberl, Schüler der 3BHET. Aufgebaut und getestet wurde in der elektronischen Werkstätte, die Software erweckte schließlich das Gerät zum Leben. Die genauen Pläne haben die jungen Techniker*innen hier zur Verfügung gestellt!

Werkstättenleiter Wolfgang Höllerbauer
Werkstätten­leiter und Organisator Wolfgang Höllerbauer | Credits: HTL Weiz

Der Air Smiley: Ein Projekt, das zusammenschweißt

So ein Projekt zu erarbeiten gelingt natürlich nicht allein. In Kleingruppen fertigten Schüler*innen verschiedener Klassen den Air Smiley an: “Sie waren mit Begeisterung dabei,” erzählt Werkstättenleiter und Organisator OSR FOL Dipl.-Päd. Wolfgang Höllerbauer mit einem Lächeln. Tatsächlich gab es schon bald mehr Nachfrage, als die Schüler*innen in den Werkstätten-Stunden produzieren konnten. Wir finden: Bei so einem sinnvollen und kreativen Projekt ist das kein Wunder!

Du möchtest den Air Smiley mit eigenen Augen sehen? Kein Problem: In einem eigens produzierten Video präsentiert die HTL Weiz nicht nur den fertigen Air Smiley, sondern stellt auch die einzelnen Bauteile vor. Hier kannst du dir das Video ansehen!

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