Forschungsingenieur am AIT – Aber was macht das AIT eigentlich?
AIT steht für Austrian Institute of Technology. Mit mehr als 1.600 Mitarbeitenden ist es Österreichs größte Forschungs- und Technologieorganisation. Der Fokus des AIT liegt dabei auf den Schwerpunkten „Nachhaltige und resiliente Infrastrukturen“, vor allem in den Bereichen Energie, Mobilität und Gesundheit, sowie „Digitale Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft“.
Aus den wissenschaftlichen Ideen werden schließlich marktfähige Innovationen – darum ist Forschung auch so wichtig. Sie kurbelt das Wachstum von Industrie, Wirtschaft und Gesellschaft an, schafft Arbeitsplätze und sichert unseren Wohlstand.
1. Was macht man als Forschungsingenieur?
Ich bin in den Bereichen Elektrofahrzeuge und Ladeinfrastruktur tätig. Das heißt, ich entwickle Ladestationen, teste diese und beschäftige mich vor allem mit der Einbindung von Elektrofahrzeugen und der entsprechenden Ladeinfrastruktur in unser Stromnetz.
In Österreich gibt es ja immer mehr Elektrofahrzeuge. Diese brauchen Strom, und wir am AIT erforschen Ideen, damit auch genug Strom zur Verfügung steht. Eine Methode ist zum Beispiel der Ausbau des Stromnetzes. Aber auch das intelligente Laden und Entladen von Elektrofahrzeugen sind Lösungen. Man könnte das E-Auto etwa tagsüber aufladen und es nachts, wenn viele Menschen zu Hause sind und mehr Strom benötigen, entladen. So wird sein Strom ins Netz geleitet und damit das Stromnetz gestützt.
Unsere Forschungsergebnisse präsentieren wir dann auf internationalen Konferenzen und tauschen uns dort mit anderen aus. Das ist natürlich spannend, weil ich dadurch viele neue Eindrücke bekomme.
2. Wie sieht ein typischer Arbeitstag für dich aus?
Meine Tage gestalten sich sehr abwechslungsreich. An einem Tag bin ich beispielsweise im Labor, um Ladestationen zu testen. Am anderen Tag programmiere ich etwas im Büro. Und dann gibt es wiederum Tage, an denen ich auf Dienstreise bin und meine Forschungsergebnisse bei Konferenzen präsentiere und mit Forschungspartnern netzwerke.
Der Forschungscharakter bringt immer viel Abwechslung in meinen Berufsalltag. Dadurch wird es einem bei uns wirklich nie fad.
3. Welche Ausbildung braucht man als Forschungsingenieur?
In der Regel ist als Forschungsingenieur:in am AIT ein Masterstudium notwendig – natürlich im jeweiligen Bereich, in dem man seine Arbeitsstelle antreten möchte. Ich habe zum Beispiel Physikalische Energie- und Messtechnik an der TU Wien studiert.
Das AIT bietet aber ebenso andere Karrierewege. Beispielsweise gibt es auch Stellen für HTL-Absolvent:innen. So kann man direkt nach der Schule in den Beruf einsteigen.
4. Was gefällt dir an deinem Beruf am meisten?
Da gibt es vieles. Das sind einerseits das selbstständige Arbeiten und der Gestaltungsspielraum in der Forschung. Andererseits ist es natürlich auch das tolle Team, das ich habe, ein junges und motiviertes Umfeld. Und nicht zuletzt gefällt es mir auch sehr, an der Energiewende teilzuhaben und daran zu arbeiten, dass wir eine lebenswerte Zukunft haben werden.