Projektmanagerin in der IT bei der APG – Aber was macht die APG eigentlich?
Die Austrian Power Grid (APG) betreibt die überregionale Strominfrastruktur Österreichs. Das heißt, das Unternehmen sorgt dafür, dass der Strom sicher von A nach B kommt und dass Österreich mit Strom versorgt wird.
1. Was macht man als Projektmanagerin in der IT?
Grundsätzlich braucht man Projekte, um gewisse Vorhaben umzusetzen. Dabei geht es in meinem Fall hauptsächlich darum, Softwares, das heißt Computerprogramme, einzuführen. Wenn es also im Unternehmen zum Beispiel ein Problem gibt, das man mithilfe einer Software lösen möchte, arbeite ich gemeinsam mit den verantwortlichen Personen daran, eine passende Lösung zu entwickeln. Sobald klar ist, welchen Nutzen wir schaffen wollen und welche Rahmenbedingungen (z. B. in Bezug auf Zeit und Budget) gelten, können wir im Rahmen eines Projekts oder Vorprojekts die Anforderungen an die neue Software definieren. Auf dieser Basis wählen wir die richtige Lösung aus.
IT-Projekte sind unterschiedlich komplex – manche erfordern ein bis zwei Jahre, andere mehr. Doch das Projekt ist mit der Einführung der Software nicht abgeschlossen, denn es geht auch viel Change Management einher. Das bedeutet, dass wir die neue Software den Kolleg:innen näherbringen. Das ist auch ein wichtiger Teil eines Projekts: Denn nur wenn das Tool verstanden und akzeptiert wird, nutzen es die Mitarbeitenden – und erst dann wird der Mehrwert spürbar.
2. Wie sieht ein typischer Arbeitstag für dich aus?
In meinem Arbeitsalltag braucht es viele Abstimmungen. Projekte schafft man ja selten alleine, und da ist es besonders wichtig, dass man sich mit den entsprechenden Leuten gut abstimmt. Das ist auch das Positive: Man muss nicht alles selbst können. Man darf Expertinnen und Experten befragen und kann viel voneinander lernen.
Wer bei einem Projekt dabei ist, ist unterschiedlich. Es gibt jedoch Rollen, die sich immer wieder finden, zum Beispiel Projektmanager:innen oder Personen von der IT-Security, die die Software auf ihre Sicherheit überprüfen.
3. Welche Ausbildung braucht man als Projektmanagerin in der IT?
Es gibt verschiedene Wege, um eine Grundausbildung als Projektmanager:in zu erhalten. Man kann ein Studium absolvieren, zum Beispiel in den Bereichen Wirtschaft, Informatik oder Projektmanagement. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, Zertifizierungen wie etwa beim Projektmanagementverband IPMA (International Project Management Association) zu machen. Darüber hinaus bieten viele Bildungsinstitute und Online-Plattformen spezialisierte Kurse an. In einigen Schulen wie HTLs ist Projektmanagement sogar ein eigenes Unterrichtsfach.
Ich persönlich war in einem Gymnasium und hatte dort Projektmanagement als Spezialisierungsfach. Anschließend habe ich mich für das FH-Bachelorstudium Projektmanagement und IT entschieden. Nach meinem ersten Praktikum, auch bei der APG, habe ich gemerkt, dass meine Fähigkeiten nicht nur einen Platz in der Technik haben, sondern dort auch gebraucht werden. Deshalb habe ich dann das Masterstudium Wirtschaftsinformatik absolviert.
Abgesehen von der Ausbildung braucht es Organisation, um den Überblick zu behalten, Offenheit und Kommunikation, aber auch Durchhaltevermögen, weil selten alles nach Plan läuft.
4. Was gefällt dir an deinem Beruf am meisten?
Am meisten gefällt mir, dass ich mit vielen unterschiedlichen Menschen zusammenarbeiten kann und dabei die Gelegenheit habe, von allen etwas Neues zu lernen. Außerdem bietet Projektmanagement – je nach Projekt – nicht nur die Möglichkeit, Hard Skills zu entwickeln, sondern auch die eigenen Soft Skills zu schärfen. Diese Weiterentwicklung bringt sowohl beruflich als auch privat einen großen Mehrwert.
Du möchtest noch mehr über spannende Berufe in der Informationstechnik erfahren? Dann lies doch mal in unser Interview mit Dominik Ritzinger rein! Er ist IT-Systemadministrator und hat uns verraten, warum sein Job so abwechslungsreich ist und was ihn sonst noch so besonders macht.
Credits Titelbild: OVE